Zahnarztpraxis am Seestern Dr. Königs und Dr. Werner
Zahnarztpraxis am SeesternDr. Königs und Dr. Werner

Zahnärztliche Hinweise für die Eltern von Kleinkindern

Was kann die schwangere Mutter tun?

Eine gesunde Frau muß keine besonderen Maßnahmen zur guten Zahnentwicklung ihres zukünftigen Kindes ergreifen. Sie sollte sich jedoch für ihr neues Kind vorbereiten:

 

Findet zwischen Eltern und Kind eine „Karies-Ansteckung“ statt?

Man weiß heute, daß die karieserzeugenden Keime mit dem Speichel an das kleine Kind weitergegeben  werden. Man weiß auch, daß die späteren Zahnschäden der Kinder umso höher sind, je früher diese Keimübertragung stattfindet.
Achten Sie deshalb schon während der Schwangerschaft darauf, daß Sie selbst Ihre Zähne gut versorgt haben, damit in Ihrem Mund die Zahl karieserzeugender Keime möglichst gering ist. Sollten Sie selbst kariesanfällig sein (also viele Füllungen im Mund haben), so kann die Keimzahl in Ihrem Mund durch Einbürsten eines speziellen Gels über 2 Wochen hinweg gesenkt werden.

Was Sie außerdem tun sollten: Sowohl hinsichtlich der Karies- als auch der Parodontitis-Keime wirksam ist die Professionelle Zahnreinigung.Mindestens zwei Mal sollten Sie dieses Angebot Ihrer Zahnarztpraxis nutzen – einmal zu Beginn und einmal im letzten Drittel der Schwangerschaft.

 

Ist Ihr Baby da, dann vermeiden Sie das Vortesten des Fläschchens, das Ablecken des Schnullers oder des Löffels durch das die Keime in die Mundhöhle des Kindes übertragen werden.

Seien Sie aber nicht übervorsichtig: Küssen und Kosen braucht das Kind!

 

Mundhygiene

Zähne müssen grundsätzlich gepflegt werden. Dies gilt auch für die Milchzähne des Kleinkindes.

Zunächst werden die Zähne nur mit einem Stofftaschentuch saubergewischt.

Nach und nach sollte das Kind aber an die Zahnbürste gewöhnt werden. Machen Sie ihrem Kind von Anfang an klar, daß dies zur täglichen Hygiene gehört, ebenso wie z.B. das Händewaschen. Wenn
Sie selbst diese Regel  konsequent dem Kind gegenüber beherzigen und selbst davon überzeugt sind, wird das Kind dies akzeptieren.

Bis zum Alter von ca. 8 Jahren müssen die Zähne durch die Eltern gereinigt werden. Das Kind darf zwar auch
selbst putzen, nachgereinigt wird aber grundsätzlich von den Eltern.

Zahnbürste:

Grundsätzlich ist eine normale Zahnbürste mit kleinem Borstenkopf ausreichend.

Häufig kann eine elektrische Zahnbürste aber hilfreich sein. Gut für Kinder geeignet ist die Plak-Control-Bürste von Braun/Oral B, die auch den Eltern sehr gut dient.

Zahncreme:

Empfehlenswert sind fluoridhaltige Kinderzahnpasten. Es sollte nur eine kleine Menge auf die Bürste
aufgetragen werden, da die Kinder die Zahncreme in aller Regel verschlucken.

Obwohl das einmalige Verschlucken auch von größeren Mengen zu keinen Problemen führt, sollte die
Zahncreme für die Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.

 

Ernährung

Es gelten die üblichen Ernährungshinweise, zu denen ich hinzufügen möchte:

Bedenken Sie, daß zu viel Süßes in vieler Hinsicht, nicht nur in zahnmedizinischer, ein Problem darstellt. Der
Geschmack ihres Kindes wird in den ersten Jahren geprägt. Gewöhnen Sie es daher nicht an stark gesüßte Speisen. Fast alle Fertigprodukte sind zu süß. Versuchen Sie einmal, einen Naturyogurt so stark zu zuckern, daß er so süß schmeckt wie z.B. einen "Fruchtzwerg": Sie werden sich wundern, wie viel Zucker
sie benötigen.
Versuchen Sie, Ihr Kind so zu ernähren, daß sich sein Geschmack nicht von vornherein auf allzu Süßes einstellt.

Die Wenigsten von uns werden völlig auf Süßigkeiten verzichten wollen, schließlich sind es nicht zuletzt die
kleinen Laster, die das Leben würzen.
Bitte denken Sie aber daran, daß es entscheidend ist, wie lange und häufig die Zähne mit Süßem in Kontakt kommen. Also gerne mal ein süßer Nachtisch oder eine Süßigkeit, wenn danach die Zähne geputzt werden.  Immer wieder zwischendurch Süßigkeiten zu essen, z.B. Lutscher, oder süße Zwischensnacks (Riegel, fertige "Schnitten", die angeblich die Mutter schon bekommen hat usw.) sind Gift für die Gesundheit, auch wenn die Werbung uns anderes glauben lassen möchte.

 

Trinkflasche

Seitdem die Glasflasche durch die Kunststoffflasche ersetzt wurde, ist es möglich, daß das Kind selbst die
Flasche hält und immer wieder daran nuckelt. Dies führt zu einem ständigen Umspülen der Milchzähne mit dem Getränk, und dies bewirkt auf die Dauer die Zerstörung des Zahnschmelzes. Dies gilt besonders - aber nicht nur! - wenn die Flasche stark gesüßte oder säurehaltige Getränke enthält.

Also:

Die Flasche gehört nicht für längere Zeit in die Hand des Kleinkinds!

Der Übergang vom Flaschentrinken zu Trinken oder Löffeln aus Bechern sollte schrittweise im Alter von einem Jahr erfolgen.

 

Schnuller

Der schlechteste Schnuller ist der Daumen! Er hat für die Gebißentwicklung die ungünstigste Form und ist am
schwierigsten wieder abzugewöhnen.

Bieten Sie deshalb ruhig Ihrem Kind einen guten(!) Schnuller an, wenn Sie das Gefühl haben, daß das Kind
nuckeln möchte.

Mit drei Jahren sollte der Schnuller nur noch nachts genommen werden, mit vier Jahren überhaupt nicht
mehr.

 

Wann zum ersten mal zu Zahnarzt?

In der Regel sollte der erste Zahnarztbesuch spätestens mit 3 Jahren erfolgen.

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