Zahnarztpraxis am Seestern Dr. Königs und Dr. Werner
Zahnarztpraxis am SeesternDr. Königs und Dr. Werner

Full Mouth Disinfection

Diese Behandlung  ist eine Kombination aus der eigentlichen schonenden nicht-chirurgischen parodontalen Behandlung mit einer Begleittherapie mit speziellen Munddesinfektionslösungen, wodurch die Neuinfektion der behandelten Taschen verhindert werden soll.
Nach der parodontalen Vorbehandlung wird - im Gegensatz zur konventionellen Therapie - die Wurzeloberflächenbehandlung aller Taschen innerhalb von 24 Stunden durchgeführt, um eine Kreuzinfektion der Bakterien aus den noch nicht behandelten Regionen in die bereits behandelten Zahnfleischtaschen zu
vermeiden. Dazu werden grazile Hand-Küretten und Ultraschall-Instrumente eingesetzt.

Alle  Zahnfleischtaschen, aber auch die gesamten Mundhöhle mit Zungenoberfläche, den Gaumenmandeln, allen Schlupfwinkeln und anderer Bereichen werden dabei ausführlich desinfiziert. Da sich auch in
diesen Regionen nachgewiesenermaßen parodontale Erreger "verstecken" und von dort aus zuvor behandelte Zahnfleischtaschen neu infizieren können, sollen diese Infektionsquellen damit ausgeschaltet werden.

Der Patient muss danach mit antimikrobiellen Mitteln in Form von speziellen Spüllösungen, Sprays und/oder Gelen die Mundhöhle und das Zahnfleicht sorgfältig und konsequent desinfizieren, um so eine Neuinfektion der Zahnfleischtaschen zu vermeiden.  Diese Phase dauert meist 8 Wochen.

Da es sich bei der Parodontitis um eine Infektionserkrankung handelt, ist auch eine Behandlung des Lebenspartners notwendig.

 

Nach 6-8 Wochen wird das Ergebnis kontrolliert und  Zähne und Zahnfleischtaschen werden professionell nachgereinigt. Liegen noch blutende Zahnfleischtaschen vor, so muss nachbehandelt werden.

 

Welche Vorteile bietet die "Full Mouth Disinfection"?

Wir behandeln seit 2005 nach diesem Prinzip und konnten damit unsere Behandlungsergebnisse deutlich verbessern. Die Zahl der notwendigen chirurgischen Parodontal-Eingriffe hat sich erheblich reduziert.

Darüber hinaus ist mittlerweile auch ein positiver Einfluss auf die Allgemeingesundheit bekannt. Die Parodontitis gilt als ein potentieller Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, da die Bakterien und die Entzündungsprodukte einer Parodontitis über den Blutkreislauf schädigende Einwirkungen auf die Gefäße nehmen können.
Das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall infolge von Parodontitis zu erleiden, kann mit der systematischen und möglichst nachhaltigen Behandlung der Parodontitis gesenkt werden.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Zahnarztpraxis Dr. Königs und Dr. Werner